Suizidprävention ist möglich!
Für eine wirkungsvolle Suizidprävention ist es wichtig, über Suizidalität offen zu kommunizieren. Besonders niederschwellige Zugänge zu Hilfen können dazu beitragen, dass jede und jeder der Hilfe sucht, auch Hilfe finden kann.
Gegenwärtig sind es drei verschiedene Ebenen, die in der Suizidprävention unterschieden werden. Diese soll auch in ein Suizidpräventionsgesetz münden, über das derzeit noch auf Bundesebene entschieden werden muss.
Diese Maßnahmen sind unspezifisch und breitflächig. Sie dienen der Aufklärung, Sensibilisierung und Förderung der psychischen Gesundheit der Bevölkerung durch unterschiedliche Formen der Öffentlichkeitsarbeit, Presseinformationen, Broschüren etc.
Diese Maßnahmen sind spezifisch, sie dienen der Früherkennung und zielen auf Gruppen ab mit überdurchschnittlichem Risiko. Hierzu zählen z.B. Kampagnen für spezifische Zielgruppen wie alte Menschen oder Suizidhinterbliebene. Auch die Schulung von Fachkräften und das Angebot einer Notfallversorgung mit Krisenintervention fällt darunter.
Diese Maßnahmen sind spezifisch für Personen mit gesicherten Risikofaktoren. Sie dienen der Verhinderung suizidaler Handlungen. Beispielsweise durch die Behandlung von schwer depressiven Personen oder durch Hilfen für Menschen nach einem Suizidversuch und deren Wiedereingliederung.